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Die Erkrankung des Sohnes stellte sein Gottvertrauen auf eine harte Probe. Nicht heilbar – so die Auskunft der Ärzte. Ihre Kunst war am Ende und seine Kraft allmählich auch. Wenn sein Kind besinnungslos krampfte,
erlebte der Vater nur noch die eigene nackte Ohnmacht. So ging es schon viel zu lange. Wie sollte es weiter gehen? Wer kümmert sich, wenn er und seine Frau alt werden? Wieviel Mut hat es den Vater dann wohl gekostet, zu den Jesusleuten zu gehen mit der Bitte zu helfen. Schließlich waren die doch ganz nah dran an dem fremdartigen Wunderheiler. Wenigstens die Kirche muss doch einen Ausweg kennen. Wie enttäuscht wurde er aber, als auch die nichts ausrichten konnte gegen das Ungemach. In dem Moment der tiefsten Enttäuschung begegnet ihm Jesus selbst. Der lockt ihn, das Unmögliche und das ganz Verwegene mitten im Ausweglosen zu denken.

„Nichts ist unmöglich dem, der glaubt.“ Das klingt wie eine unerhörte Zumutung! Glaubt der womöglich zu schwach, dessen Leid sich nicht zum Besseren wendet? „Du hast nicht stark genug gebetet.“ So meldet sich dann der innere Zweifel auch noch zu allem Überdruss. Also schreit es der Vater heraus: „Ich glaube, hilf meinem Unglauben“.

Glaube und Zweifel bleiben widerstreitende Geschwister. In jedem von uns tragen sie ihre Kämpfe aus. Soll ich es wagen auf Wunder zu hoffen oder wird mein Fall nicht zu tief, wenn diese dann ausbleiben? In solchem inneren Streit bleibt uns nur zu bitten: „schenke uns die Kraft, an dir Gott festzuhalten, wenn wir ratlos und hilflos sind. Aber lass es ein Vertrauen sein, das sich ganz dir überlässt.“ Solcher Glaube entsteht nicht als wäre er nur eine rein menschliche, seelische Kraft. Unser Glauben ist immer nur erbärmlich und klein. Darum muss Christus uns solchen Glauben schenken, der mit Veränderungen rechnet. Und seien diese auch noch so klein. Als der Vater sich eingesteht, wie es ihm an solchem Vertrauen mangelt, da erst bewirkt Jesus für den Mann das Wunder. Eigentlich besteht es darin, dass Jesus immer größer denkt, als wir. Seine
Wunder sind unberechenbar, unkalkulierbar oft unscheinbar – und doch gibt es sie. Das Unverhoffte erbitten, wo wir mit unserem Kalkulieren zu Ende sind. Ihm einen offenen Ausgang, einen passenden Weg
zutrauen. Das lehrt uns in diesem Jahr wohl die Jahreslosung. Und darum heißt es jetzt aufhören mit dem Reden über den Glauben. Stattdessen: sich in Gott fallen lassen und ihm vertrauen! Ein gesegnetes
neues Jahr wünscht Ihnen Ihr

Peter-Thomas Stuberg, Superintendent

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Tageslosung

Tageslosung von Samstag, 18. Januar 2020
Wo ist ein Gott im Himmel und auf Erden, der es deinen Werken und deiner Macht gleichtun könnte?
Von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit!

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Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.

Es ist wohl das berühmteste Loblied auf die Freundschaft:

„Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Beste, was es gibt auf der Welt. Ein Freund bleibt immer Freund, auch wenn die ganze Welt zusammen fällt.“

Aufeine glückliche Ehe könnte es genauso gesungen werden wie auf eine Familie, in der wir Geborgenheit finden. Sich fallen lassen können, ohne Maske ausdrücken, was in uns vorgeht; sich verspielt und albern verhalten können genauso wie todernst und gesammelt – gute Beziehungen leben von solchem Wechselspiel. Sie halten „wenn auch die ganze Welt zusammen fällt“.

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