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Nun befinden wir uns schon wieder im letzten Viertel dieses Jahres. Die Tage werden spürbar kürzer. Die zunehmende Dunkelheit – besonders im November und Dezember – schlägt manchem aufs Gemüt. Neulich las ich auf einem Kalender folgendes Wort: „Gott bringt manchmal seine Kinder im Dunklen zu Bett“. Gemeint war natürlich, dass uns im Leben nicht nur die Sonnenseiten begegnen werden. Gott bleibt auch in den dunklen Stunden an unserer Seite. So spüren es auch
viele Beter in den Psalmen. Mir imponiert z.B. Psalm 73 sehr. Der Beter ist eine absolut „ehrliche“ Haut. Offen spricht er aus, wie sehr er unter seinen Fragen und Zweifeln leidet: „Als es mir wehe tat im Herzen und mich stach in meinen Nieren... da war ich wie ein Tier vor dir“ (Vers 21 + 22).

Man spürt beim Lesen, wie dem Psalmbeter der Boden unter den Füssen weggezogen wurde. Was ihm konkret passiert ist, wissen wir nicht. Und trotzdem können sich immer wieder Menschen bis heute in diesen Versen wiederfinden, weil auchsie sich durch Krankheit oder durch einen plötzlichen Tod hin- und hergerissen fühlen. Echte Anfechtung tut richtig weh. Und Gott macht uns Mut, ihm ehrlich unsere Zweifel und Fragen zu nennen. Niemand soll denken, er müsse vor Gott einen „Glaubenshelden“ spielen. Doch dieser Beter gewinnt auch eine neue Perspektive. Er wechselt den Ort: „So sann ich nach... bis ich ging in das Heiligtum Gottes“ (Vers 16 + 17).

Mitten in seiner Not hört er ganz neu auf Gottes Wort. Mitten im Elend spürt er sich getragen von Menschen, die trotz leidvollen Erfahrungen in ihrem Leben an ihrem Glauben festgehalten haben. Am Ende steht sein Bekenntnis: „Und dennoch
bleibe ich stets bei dir, denn du hältst mich bei meiner rechten Hand“ (Vers 23) Eine Art „Trotzreaktion“ des Glaubens. Weil Gott ihn festhält, hält er am Glauben fest. Weil Gott sich vom Zweifler nicht enttäuscht abwendet, wendet er sich nicht
von seinem Glauben ab. Weil Gott bleibt, bleibt auch er. Und zwar „immer“. Nicht nur gelegentlich, nicht nur, wenn es ihm gut geht, sondern auch im tiefsten Leid. Ja, Gott bringt wirklich seine Kinder im Dunklen zu Bett.

Ihr Rainer Heuschneider

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Tageslosung

Tageslosung von Montag, 16. Dezember 2019
Bringt eine Mutter es fertig, ihren Säugling zu vergessen? Hat sie nicht Mitleid mit dem Kind, das sie in ihrem Leib getragen hat? Und selbst wenn sie es vergessen könnte, ich vergesse euch nicht!
Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.

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Brot des Lebens

Jesus aber sprach zu Ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten. (Joh. 6,35)

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