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Wann haben Sie das letzte Mal den Sternenhimmel beobachtet? Ich gebe zu: Ich bin kein permanenter Sternengucker. Meistens ziehe ich abends ziemlich achtlos meine Wege, was den Himmel über mir angeht. Aber hin und wieder überkommt es mich doch: Ob an einem warmen Sommerabend auf der Terrasse unserer Ferienwohnung oder in einer klaren, kalten Winternacht auf dem Weg von der Garage in unser Pfarrhaus. Dann bleibe ich manchmal stehen und schaue hoch, staune über die funkelnden Sterne, obwohl sie unzählige Lichtjahre entfernt sind. So ähnlich scheint es dem Propheten Jesaja ergangen zu sein, nachzulesen in Jesaja
40, 26:

„Hebt eure Augen in die Höhe und seht! Wer hat all dies geschaffen? Er führt ihr Heer vollzählig heraus und ruft sie alle mit Namen.“

„Wer hat all dies geschaffen?“ Für den Propheten keine wirkliche Frage. Er ist gewiß dass sein Gott der Schöpfer von Himmel und Erde ist. Heutzutage mögen wir noch manches mehr wissen über die Schöpfung als damals. Beispielsweise, dass die Erde rund 150 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt liegt. Das ist genau der Abstand, der Leben auf unserer Erde ermöglicht. Läge die Erde einiges näher an der Sonne, so würde sie verglühen. Wäre der Abstand größer, müsste alles Leben vor Kälte erstarren.

Oder: Dass Tag für Tag gut 10 Millionen Sternentrümmer auf die Erde zurasen. Doch eine Lufthülle fängt diese Gesteinsbrocken ab, lässt sie in der Atmosphäre verglühen. Wie weise hat der Schöpfer alles geordnet. So finde ich mich wieder in einem Gebet des Naturwissenschaftlers Johannes Keppler (gelebt von 1571 – 1630):

„Ich danke dir, Schöpfer und Herr, dass du mir diese Freude an deiner Schöpfung, das Entzücken über die Werke deiner Hände geschenkt hast. Ich habe die Herrlichkeit deiner Werke den Menschen kundgetan, soweit mein endlicher Geist deine Unendlichkeit zu fassen vermochte. Wo ich etwas gesagt habe, was deiner unwürdig ist, oder wo ich der eigenen Ehre nachgetrachtet habe, das vergib mir in Gnaden. Amen.“

Nun hat sich der Prophet hier an Menschen gerichtet, die keinen Sinn für schöne Naturbetrachtungen hatten. Denn Israel hatte gerade den Krieg gegen Babylon verloren. Jerusalem samt Tempel liegen in Schutt und Asche. Etliche Tausende wurden aus ihrer Heimat als Kriegsgefangene verschleppt. Tiefdepremierte Menschen hatte Jesaja vor Augen. Trotzdem ermutigt er sie „aufzuschauen“. Vertraut wieder neu eurem Gott, der Himmel und Erde geschafft hat. Wo ihr am Ende seid, ist Gott noch längst nicht am Ende. Wo ihr für euch keine Möglichkeiten mehr seht, ist für diesen Gott nichts unmöglich. Vielleicht denkt heute manch einer an seine dunklen Stunden, in der er sich selber fremd ist. Oder an Situationen, wo ihn Kritiker hart die eigenen Grenzen aufzeigen. Auch für heute gilt: Schau doch her: Gott, der Schöpfer, er hält dich heute fest. Oder wie sagte es einmal der verstorbene Berliner Professor Helmut Gollwitzer: „Nicht mehr glauben an unsere Unmöglichkeit, sondern nur noch glauben an Gottes Möglichkeit. Nicht mehr sagen: Ich kann doch nicht beten, glauben, lieben, sondern: Mit dir und durch dich kann ich es. Und darum aufstehen und schlafen gehen, leben und sterben mit der Bitte: Tu, was du versprochen hast! Komm und hilf meiner Schwachheit auf. Auf dein Versprechen will ich heute neu anfangen zu beten, zu glauben, zu lieben und zu hoffen.“

Vielleicht ist das auch Ihr Vorsatz für den heutigen Tag.

Pf. Rainer Heuschneider

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Tageslosung von Donnerstag, 02. Juli 2020
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