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Auf einer Karte in einem Postkartenständer entdeckte ich den Spruch:

„Hoffnung ist eben nicht Optimismus, ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht.“

Dieser Satz von Vaclav Havel lässt mich nicht los. Hoffen wir nicht alle immer wieder darauf, dass es gut ausgeht?

 Als mein Vater Ende August plötzlich ins Krankenhaus musste, habe ich natürlich gehofft, dass es gut ausgeht. Ich möchte diesen Optimismus auch nicht aufgeben - ich weiß aber, dass solche „Hoffnung“ stirbt - wenn Ärzte harte Diagnosen stellen, chronische Krankheiten Schmerzen und Einschränkungen mit sich bringen oder schlechte Erfahrungen und Prognosen den Optimismus immer weiter abnagen.

Im Schmerz und in Krankheit geht es - für uns und die, die wir lieben - oft nicht so aus, wie wir es uns wünschen. Und im Angesicht von Alter und Tod wird der Satz „ Es wird schon wieder“ zur hilflosen Flucht vor der Realität. Und doch erlebe ich immer wieder Menschen, die trotz chronischer Krankheit
und selbst da, wo der Tod an die Tür klopft, getröstet leben und sterben können - auch wenn sie ahnen, dass es in diesem Leben für sie kein happy end geben wird. Sie wissen sich getragen von der Macht Gottes, die uns durch Jesu Leiden und Tod gezeigt hat, dass auch scheinbar absurdes Scheitern und schlimmstes Leiden nicht von der Liebe Gottes trennen können - einer Macht, die auch durch den Tod nicht begrenzt wird.

In solchen Begegnungen spüre ich etwas von der Gewissheit des Glaubens, die einen Menschen beschenkt, tröstet, verändert und in allen Anfechtungen durchträgt und ich fange an zu verstehen, dass die lebendige Hoffnung (1. Petr. 1,3), von der die Bibel redet, unabhängig davon ist, wie ein Leben ausgeht.

Diese Hoffnung hält, weil sie Ostern auferweckt wurde. Sie ist ein Gottesgeschenk, das wir nie besitzen, sondern jeden Tag voller Vertrauen neu erbeten dürfen - zunächst für andere und dann auch für uns selbst. Bitte beten Sie mit - das ist eine unserer Grundaufgaben als Gemeinde Jesu.

Pfr. Michael Junk

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Tageslosung

Tageslosung von Montag, 03. August 2020
Den Demütigen wird der HERR Gnade geben.
Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst.

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Jeder spürt den Unterschied, ob jemand aus Berufung arbeitet oder nur seinen Job erledigt und Dienst nach Vorschrift macht. Wenn wir unserer Berufung folgen sind wir fröhlich und dankbar bei der Sache und engagieren uns mit Herz und Einfühlungsvermögen. Was ist meine Berufung? - Diese Frage hat bei mir lange einen Kloß im Hals verursacht - so lange, bis ich sie für mich befriedigend beantwortet hatte. Doch bevor sich diese Frage jetzt schwer auf Ihr Gemüt legt, möchte ich uns alle daran erinnern:

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